Die Energiewende braucht mehr Power!

Heizenergie ist wichtiger als Strom

Beim Segeln funktioniert eine Wende nur mit Schwung Jeder Segler weiß, dass eine Wende nur dann funktioniert, wenn das Schiff genug Fahrt macht. Ist das nicht der Fall, verhungert man auf halber Strecke. So kann es auch der Energiewende ergehen, wenn die notwendigen Anreize fehlen und nur ein geringer Teil des tatsächlichen Energiebedarfs berücksichtigt wird. Obwohl der Bedarf an Wärmeenergie in Deutschland doppelt so groß ist, steht Elektrizität im Mittelpunkt aller öffentlichen Bemühungen. Wenn sich daran nichts ändert, bleibt die Energiewende Utopie.

- Montag, 30. Juni 2014 Von Danfoss District Energy

Jeweils 40 % des deutschen Energiebedarfs betreffen Wärme und Mobilität. Nur 20 % macht die elektrische Energie aus. Trotzdem steht die Stromversorgung im Fokus von Politik und Öffentlichkeit, während die Wärmeversorgung eher als lokale Aufgabe gesehen wird. Mehr als die Hälfte des Wohnungsbestandes in Deutschland wurde lange vor der ersten Energiesparverordnung gebaut. Sie erfüllt weder die aktuellen Forderungen der EnEV noch der EU-Effizienzrichtlinie und ist deshalb sanierungsbedürftig. Wärmedämmung von Fassade und Dach sowie neue Fenster und Türen können den Energiebedarf älterer Bestandsbauten um bis zu 80 % senken.

Aktuell beträgt die jährliche Sanierungsquote in der Wohnungswirtschaft ca. 1 %. Um die in Deutschland geplante CO2-Reduzierung bis 2020 zu erreichen, müsste die Sanierungsquote mehr als verdoppelt werden. Dafür müsste aber die Bestandssanierung als Motor der Energiewende in Fahrt gebracht werden. Steuerliche Anreize, wie sie zur Einführung des Katalysators beim Auto eingesetzt wurden, könnten helfen, den Sanierungswillen von Immobilieneigentümer zu steigern. Es ist eine Binsenweisheit, dass Maßnahmen für den Umweltschutz nur dann greifen, wenn es für sie ein Gesetz gibt oder man damit Geld verdienen kann.

Als Spezialist für Fernwärme- und Regelungstechnik sieht Danfoss neben der Förderung der Bestandssanierung, mit der der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden würde, vor allem im Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung die stärkste Triebkraft für die Energiewände. Wenn die Energiewende aber funktionieren soll, muss sie vor allem eine Wärmewende sein. Und die vollzieht sich, zumindest zurzeit noch, viel zu langsam.

 

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